Quantum AI in der Schweiz: Fortschritte und Innovationen im Jahr 2025

Die Schweiz festigt im Jahr 2025 ihre Position als einer der weltweit führenden Standorte für Quantentechnologien und Künstliche Intelligenz (KI). Die Verschmelzung von Quantum Computing und AI – bekannt als Quantum AI – ermöglicht bahnbrechende Anwendungen in Bereichen wie Pharmazie, Finanzwesen, Materialforschung und Optimierungsproblemen. Während klassische Computer an physikalische Grenzen stoßen, nutzen Quantencomputer Prinzipien wie Superposition und Verschränkung, um komplexe Berechnungen exponentiell schneller durchzuführen. Hybride Quantum-AI-Systeme reduzieren den Energieverbrauch von KI-Modellen und eröffnen neue Möglichkeiten in der Präzisionsmedizin oder quantum ai schweiz Klimamodellierung.

2025 wurde von den Vereinten Nationen zum International Year of Quantum Science and Technology erklärt, was der Schweiz zusätzlichen Schwung verleiht. Mit nationalen Initiativen, starken Universitäten und innovativen Unternehmen treibt das Land die zweite Quantenrevolution voran.

QuantumBasel: Europäisches Zentrum für kommerzielle Quantum AI

QuantumBasel in Arlesheim bei Basel bleibt das Flaggschiff der schweizerischen Quantum-Innovation. Als Kompetenzzentrum für Quantencomputing und KI bietet es Zugang zu Hardware von Anbietern wie IonQ, IBM und D-Wave. Ein Meilenstein war die Erweiterung der Partnerschaft mit IonQ im Dezember 2025: Ein Vertrag im Wert von über 60 Millionen US-Dollar sichert QuantumBasel den Besitz eines IonQ Forte Enterprise-Systems und den Zugang zu dem nächsten Generation-System IonQ Tempo. Die Kooperation verlängert sich bis 2029 und macht QuantumBasel zum offiziellen europäischen Innovationszentrum von IonQ.

Diese Erweiterung ermöglicht neue Forschungsprojekte, darunter die Optimierung großer Sprachmodelle (LLMs) und hybride Quantum-KI-Techniken. QuantumBasel hat 2025 zahlreiche Projekte umgesetzt, etwa hybride Quantenoptimierung für Produktionsplanung in der Industrie und Quantum-inspired Algorithmen kombiniert mit klassischer AI für Energie- und Logistikprobleme. Das Zentrum democratisiert den Zugang zu Quantentechnologien für Unternehmen, Start-ups und Forschungseinrichtungen.

Spitzenforschung an ETH Zürich und EPFL

Die ETH Zürich ist global führend in Quantum AI. Das Quantum Center forscht an fehlerkorrigierten Qubits und hybriden Systemen. Kooperationen mit IBM Research in Zürich beschleunigen das Training von KI-Modellen durch Quantenalgorithmen. 2025 fand der ETH Quantum Hackathon statt, der Studierende und Entwickler zusammenbrachte, um Quantenanwendungen zu programmieren.

An der EPFL Lausanne treibt das Center for Quantum Science and Engineering interdisziplinäre Projekte voran. Der Fokus liegt auf Quantum Machine Learning für NISQ-Geräte (noisy intermediate-scale quantum). Beide Institutionen profitieren vom ETH-IBM Discovery Accelerator Hub, der seit 2024 AI-Algorithmen für wissenschaftliche Durchbrüche entwickelt, inklusive Synergien mit Quantum Computing.

Weitere Akteure wie die Universität Basel (NCCR SPIN) und die FHNW ergänzen mit praktischen Anwendungen in Quantensensorik und Optimierung.

Wichtige Unternehmen und Start-ups

Terra Quantum in St. Gallen entwickelt hybride Quantenalgorithmen für KI-Anwendungen. 2025 schloss das Unternehmen erfolgreiche Piloten ab, etwa mit BBVA für exotische Derivate-Pricing und mit Evonik für Geometrieoptimierung in der Chemie. Terra Quantum bietet “Quantum as a Service” mit Fokus auf Quantum Machine Learning und post-quantum Kryptographie.

Andere Player: ID Quantique in Genf dominiert Quantenkryptographie, QAI Ventures in Basel investiert in Quantum-AI-Start-ups und betreibt Accelerator-Programme. Firmen wie SEALSQ und Qnami ergänzen das Ecosystem mit Hardware-Innovationen.

Nationale und internationale Initiativen

Die Swiss Quantum Initiative (SQI) erhielt für 2025–2028 zusätzliche 80–82 Millionen CHF Förderung. Sie koordiniert Forschung, Bildung und Industriekooperationen. 2025 startete der BRIDGE Quantum Call für anwendungsnahe Projekte in Quantum Communication, Computation, Simulation und Sensing.

Events wie der Quantum Industry Day in Switzerland (Oktober 2025 in Genf) und die Swiss Quantum Week förderten den Austausch. Die Schweiz ist Teil des European Quantum Flagship und kooperiert mit CERN.

Herausforderungen und Perspektiven

Quantencomputer bleiben fehleranfällig und ressourcenintensiv. Post-quantum Kryptographie gewinnt an Bedeutung, da Quantenrechner aktuelle Verschlüsselungen bedrohen. Die Schweiz erweiterte 2025 Exportkontrollen für Quantum-Technologien, um sensible Technologien zu schützen.

Der Ausblick ist optimistisch: Bis 2030 könnten Quantum AI-Systeme neue Medikamente beschleunigen, Finanzmärkte optimieren oder Klimamodelle verbessern. Mit ihrer Präzisionstradition und starken Ecosystem ist die Schweiz bestens positioniert.

Quantum AI ist in der Schweiz keine Vision mehr, sondern Realität. Zentren wie QuantumBasel, Universitäten und Unternehmen wie Terra Quantum gestalten eine Zukunft hybrider Intelligenz – zum Wohle von Wirtschaft und Gesellschaft.